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Homeoffice, eine Einladung zum Blaumachen?

In der heutigen Zeit arbeiten viele Arbeitnehmer, gezwungenermaßen von zu Hause aus im sogenannten Homeoffice. Laut der Mannheimer Corona Studie arbeiten ca. 24 Prozent der deutschen von zu Hause. Den größten Anteil sind laut des IWD in der Kommunikation und IT-Branche tätig, dort sind es 59 % (Stand 25.05.20).

 

Leider gibt es einige Arbeitnehmer, die die Situation ausnutzen und sich die Stunden bezahlen lassen, um dann entweder schwarzzuarbeiten oder auf der faulen Haut zu liegen. Dadurch schaden sie nicht nur dem Arbeitgeber, sondern bringen unter Umständen sich und andere in Gefahr durch ein erhöhtes Infektionsrisiko, denn es gab Fälle in denen Arbeitnehmer sich zum gemeinsamen Blaumachen trafen, dabei wurden Abstandsregeln missachtet und somit die Gefahr einer Infektion durch Covid-19 erhöht.

 

So bei einem Fall in der Region Oldenburg/ Ammerland. Ein Unternehmer hatte den Verdacht das einer seiner Mitarbeiter, der im Homeoffice tätig war, seiner Arbeit nicht genügend nachkomme. Der Chef telefonierte regelmäßig mit seinem Mitarbeiter, dieser war allerdings schwer erreichbar. Wenn er dann den Anruf entgegennahm, waren regelmäßig Hintergrundgeräusche zu vernehmen, die darauf schließen ließen, dass er sich im Freien befand, wie etwas Vogelgezwitscher, Windrauschen oder fahrende Autos. Auf Nachfrage, hin behauptete der Mitarbeiter, er würde mit dem Laptop von der Terrasse aus Arbeiten. Dem Unternehmer kam dies verdächtig vor, da dies recht häufig vorkam, so beauftragte er einen Privatdetektiv, der den Mitarbeiter observieren sollte. Um festzustellen, ob dieser wirklich zu Hause sei und von dort aus seiner beruflichen Tätigkeit nachkam.

 

 

Dieser und andere Fälle werden von Privatermittlern bearbeitet. Es gab Fälle, in denen sich mehrere Mitarbeiter zum gemeinsamen Grillen während der Arbeitszeit trafen, ohne die Abstandsregeln einzuhalten, oder in einem anderen Fall gab eine Mitarbeiterin vor im Homeoffice zu sein und ging dann in der Zeit schwarzarbeiten.

 

Wir sammeln Beweise und prüfen Verdachtsfälle, damit auch Sie Gewissheit haben. Wenn auch Sie einen Verdacht habe kontaktieren Sie uns.

 

Folgendes gilt es zu beachten, wenn in Ihrem Unternehmen ein solcher Verdacht besteht.

Eine Observation kann nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn ein konkreter Verdacht für die Begehung einer Straftat oder einen Arbeitsvertragsverstoß vorliegt.

 

Hier noch ein paar rechtliche Hinweise.

 

Was bei der Home­of­fice-Rege­lung zu beachten ist.

 

Auch ohne das Recht auf Home­of­fice ist es für den Arbeit­geber wichtig, die arbeits­recht­li­chen Vor­gaben zu kennen und in einer Home­of­fice-Rege­lung umzu­setzen. Denn der Arbeit­geber muss darauf achten, dass Vor­schriften zum Arbeits­schutz, Daten­schutz oder Arbeits­zeit­re­ge­lungen im Home­of­fice ein­ge­halten werden, um Buß­gelder zu ver­meiden.

 

Arbeits­zeit­ge­setz: Auch im Home­of­fice gilt das Arbeits­zeit­ge­setz (ArbZG). Arbeit­nehmer müssen daher auch bei der Arbeit von zu Hause die Rege­lungen zu Höchst­ar­beits­zeit, Ruhe­pausen und Ruhe­zeiten sowie das Verbot von Sonn- und Fei­er­tags­ar­beit ein­halten. Der Arbeit­geber sollte auf die Ein­hal­tung dieser Vor­schriften hin­weisen und zudem ein Rege­lungs­mo­dell für die Zeit­er­fas­sung finden, während die Mit­ar­beiter nicht im Betrieb sind.

 

Arbeits­schutz: Bei einer Home­of­fice-Rege­lung muss der Arbeits­schutz gewähr­leistet sein. Der Arbeit­geber muss ins­be­son­dere ermit­teln, welche Arbeits­schutz­maß­nahmen nötig sind und eine Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung vor­nehmen. Dies beinhaltet keine Kon­troll­pflicht des Home­of­fice-Arbeits­platzes, erfor­dert aber eine genaue Befra­gung der Umstände sowie eine ange­mes­sene Unter­wei­sung der Mit­ar­beiter auch hin­sicht­lich der Vor­gaben der Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung für Arbeits­mittel. Auch die arbeits­me­di­zi­ni­sche Vor­sorge (Arb­MedVV) ist grund­sätz­lich vom Arbeit­geber ein­zu­halten.   

Beweismittel (Beispiel)

Beweisfotos Bild 17

Ermittlungsbericht mit Einsatzprotokoll

Ermittlungsbericht vom: XX.XX.2019
Sachbearbeiter 1 (SB1): Becker
Sachbearbeiter 2 (SB2): Müller
Abfahrt: 05:30:00
Ankunft : 06:00:00
Abfahrt : 11:30:00
Ankunft: 12:00:00
Zielperson 1 (ZP1) Max Mustermann
Zielperson 2 (ZP2) :
Zielfahrzeug 1 (ZF1) : Mercedes Schwarz, HH-MM-123
Zielfahrzeug 2 (ZF2) :
Zieladresse 1 (ZA1) : Musterstrasse 1, Hamburg
Zieladresse 2 (ZA2): Caféstraße 2, Hamburg
Zieladresse 3 (ZA3) : Arbeitsstellenstraße 3, Hamburg
Auftragsgegenstand : Observation
Stunden 6
Anfahrtskilometer: 20
Beobachtungskilometer 25
Eigene Technik : Fernglas, Kamera
Auslagen : 20,40 €
Spesen:
Auftragsgegenstand

Die Zielperson wird verdächtigt eine Affäre mit einer anderen Frau zu haben. Ziel der Observation ist es die Zielperson zu observieren und festzustellen ob er sich mit mit einer Affäre trifft, dieser Vorgang ist zu dokumentieren. Der Verdacht besteht , dass er sich in der Pause mit jemandem trifft.

Protokoll

05:30 Abfahrt  Detektei.

06:00 Ankunft Zieladresse1. Die Zieladresse ist ein Einfamilienhaus in einer ruhigen Wohngegend.

07:11 Die ZP verlässt das Haus und steigt in das ZF. Beide SB nehmen die Verfolgung auf.

07:33 ZP hält bei einem Bäckerladen und kauft dort Brötchen.

08:01 ZP Erreicht seine Arbeitsstelle und betritt das Gebäude. Bei der Arbeitsstelle handelt es sich um ein Bürogebäude in der Innenstadt.

10:03 ZP verlässt das Büro und begibt sich in die nahe gelegene Fußgänger Zone. Beide SB folgen zu Fuß in einigem Abstand.

10:11 ZP setzt sich in ein Café in den Außenbereich.

10:16 ZP bestellt bei einem Kellner.

10:20 Der Kellner bringt zwei Tassen zu dem Tisch mit der Zielperson.

Anmerkung: ZP scheint jemanden zu erwarten.

10:25-11:03 Eine weibliche Person ( Bild 17) setzt sich zu der Zielperson, die beiden umarmen sich und sie setzt sich neben ihn.

Anmerkung: Die beiden wirken sehr vertraut miteinander.

Während des Gesprächs halten sich die beiden an den Händen und kommen sich sehr nahe. ( Bild 19-28)

10:45 SB2 setzt sich, als Gast, in die Nähe der beiden und kann aus dem Gespräch entnehmen dass die beiden sich duzen und Pläne für das kommende Wochenende machen.

10:55 Die ZP begleicht die Rechnung und zahlt für die Frau mit.

11:03 Die beiden verabschieden sich, wieder mit einer Umarmung und mit einem Kuss voneinander, ( Bild 33-41) dann begibt sich die ZP wieder zurück zu seiner Arbeitsstelle.

11:16 ZP ist wieder in seinem Büro.

11:25 SB1 informiert die Auftraggeberin über die dokumentierten Geschehnisse. Der Einsatz wird nach Rücksprache mit der AG beendet. Abfahrt zur Detektei.

12:00 Ankunft Detektei.

13:30 Übergabe der Beweismittel an die Auftraggeberin: Fotos, Protokoll.

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